Bamberg: Große Beteiligung beim Stadtteilgespräch des OB in Kramersfeld

Veröffentlicht am 18.09.2019 in Kommunalpolitik

Unterwegs in Kramersfeld mit OB Andreas Starke und Baureferent Thomas Beese (rechts). Foto: Pressestelle Stadt Bamberg

Viele Themen wurden beim Stadtteilgespräch in Kramersfeld mit Oberbürgermeister Andreas Starke angesprochen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nahmen die Gelegenheit wahr, um an dem knapp zweistündigen Spaziergang durch den Stadtteil teilzunehmen. „Mir ist der Dialog und das direkte Gespräch wichtig, um schnell und unbürokratisch die Anliegen aufgreifen zu können“, betonte Starke. 

Zunächst wurde die Busanbindung angesprochen. Der Stadtbus verkehrt im Ein-Stunden-Takt von der Innenstadt nach Kramersfeld. „Verbessert hat sich die Situation durch das Anruf-Linien-Taxi“, erklärte Hans Jürgen Bengel, Vorsitzender des Bürgervereins Kramersfeld. Viele Bürger würden sich aber eine engere Bus-Taktung wünschen. Leider sind jüngst einzelne Busfahrten entfallen. Das begründete Jens Eske von den Stadtwerken mit dem „derzeit hohen Krankenstand“. Jetzt sei die Lage aber wieder deutlich entspannter. Oberbürgermeister Andreas Starke regte außerdem die Entsendung eines Stadtteil-Vertreters in den neuen Fahrgast-Beirat an, der sich bald konstituiert. 

Viel Lärm durch den Durchgangsverkehr auf der Kemmerstraße, darunter viele Autofahrer, die zu schnell unterwegs seien: Bengel machte dafür auch die hohe Ampeldichte im östlichen Teil der Memmelsdorfer Straße verantwortlich. Gute Erfahrungen habe man, so der OB, mit mobilen Geschwindigkeitsanzeigetafeln gemacht. Er versprach, eine solche Tafel  an der Kemmerstraße platzieren zu lassen. 

Der Verkehrslärm auf der Autobahn war während des Spaziergangs deutlich zu vernehmen. Damit verbunden war der Wunsch, den Bebauungsplan K6 zu beschleunigen. „Bauplätze für junge Familien sind nicht nur in Kramersfeld eine gute Sache“, sagte  Baureferent Thomas Beese und verwies auf Planungen der Autobahndirektion. Die Verbindung Erlangen-Schweinfurt – und damit auch das Autobahnkreuz – soll ausgebaut und damit auch der Lärmschutz verbessert werden. Diese Planungen gelte es zu verfolgen. Die Stadt hat ein großes Interesse an wirksamen Lärmschutzmaßnahmen, die nicht auf die Bürger abgewälzt werden dürfen.  

Lob an den Bürgerverein, Lob an das städtische Gartenamt: Der hervorragenden Zusammenarbeit ist es zu verdanken, dass der Spielplatz „Am Melbersee“ und drei weitere Spielplätze in Kramersfeld in einem guten Zustand sind und hervorragend von der Jugend angenommen werden.

Eng wird es in der Straße „Am Melbersee“ unweit des Gasthofs Bruckertshof. Die Parksituation hat sich verschlechtert für die Anlieger. Künftig soll durch Beschilderung und Hinweise für Abhilfe gesorgt werden, erklärten die Vertreter der Stadt. 

Die Kramersfelder wurden aus erster Hand vom OB auch über den Sonderlandeplatz und die geplante Erweiterung des Bamberger Standorts der Firma Brose informiert. Auf dem Sonderlandeplatz ist nun auch der Instrumentenflug gestattet. In Zukunft soll der Sitz der Brose-Unternehmensgruppe ausgebaut werden, von derzeit ca. 700 auf dann ca. 2400 Arbeitsplätze. Mitwachsen müsse die städtische Infrastruktur, insbesondere die Straßenanbindung, erklärte Wirtschaftsreferent Dr. Stefan Goller. Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Andreas Starke wird noch in diesem Jahr zu den Themen Brose-Ausbau und Sonderlandeplatz eine Bürger-Informationsveranstaltung in Kramersfeld stattfinden. „Wir wollen in regelmäßigen Abständen die aktuelle Entwicklung vor Ort in den Stadtteilen schildern und Anregungen aus der Bürgerschaft aufnehmen“, erläuterte der OB das Ziel der öffentlichen Veranstaltung, die zusammen mit dem Bürgerverein organisiert wird.    

 

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