SPD Bamberg-Altstadt Süd

Soziale Politik für die Insel, Gärtnerstadt, Wunderburg und Gereuth

SPD Bamberg veranstaltet Empfang zu Ehren von Max Reichelt

Veröffentlicht am 16.11.2010 in Lokalpolitik

Rede des SPD-Vorsitzenden Felix Holland zum 80 Geburtstag von Max Reichelt

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Freundinnen und Freunde der SPD,

ich habe heute die Ehre, und ich betone, es ist mir eine Ehre, die Geburtstagsfeierlichkeiten für Max Reichelt zu eröffnen.

Lieber Max, wir und der ganze Vorstand, wünschen Dir alles Gute zum Geburtstag, nachträglich muss ich heute sagen und heißen Dich und Deine Frau herzlich willkommen hier im Schloss Geyerswörth. Wir haben diese Feierstunde, heute sehr gerne organisiert. Man muss solche Ereignisse nutzen. Vor allem, weil Du eine solche Feierstunde verdient hast, aber auch deshalb, weil die politischen Erfolge für die SPD, ob auf Bundes- oder Landesebene, nicht so kraftstrotzend waren und Feierlichkeiten deshalb in letzter Zeit eher bescheiden ausfielen. Aber wir sind ja im Aufwärtstrend.

Ich persönlich kenne Dich noch nicht so lange, da ich nicht in Bamberg aufgewachsen bin, aber die Sitzungen und Besprechungen, die ich mit Dir bisher erleben durfte, möchte ich nicht missen.

Von Deiner Erfahrung können wir immer noch profitieren und werden – wenn es Dich nicht nervt – auch weiterhin darauf zurückgreifen. Ich bin sehr froh, dass Du uns mit Deinem Gespür immer noch tatkräftig unterstützt. Gerade bei der Erarbeitung unseres kommunalpolitischen Programms, hast Du uns kritisch, aber konstruktiv begleitet, uns auch auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und so soll es auch sein.
Ich habe nach den Sitzungen häufig Stimmen vernommen wie: „der Max trifft den Nagel immer auf den Kopf“, seine Gedanken sollten wir beachten.

An diese Stelle passt ein Zitat von Oliver Wendell Holmes, einem amerikanischer Arzt; ich zitiere: "Der junge Mann kennt die Regeln. Aber der erfahrene Mann kennt die Ausnahmen."

Das Erkennen der Ausnahmen ist die Kür. Wenn sie nicht beachtet werden, wenn sie nicht mit in die Entscheidung einfließen, werden die Entscheidungen von den Kritikern aufgegriffen und zerpflückt. Deshalb ist es wichtig, mit Max Reichelt jemanden an der Seite zu haben, der auch die Ausnahmen kennt.

Dir, lieber Max, war es immer wichtig, dass die Daseinsvorsorge nicht aus der Hand der Kommune gerät und das zeichnet einen Sozialdemokraten aus. Darauf sollten wir auch zukünftig aufpassen.

Die sozialen Belange in Deinem Wirkungskreis standen immer ganz oben auf Deiner persönlichen Agenda. Das Gespür für das Notwendige zeichnet einen Politiker aus, das kann man nicht lernen, das ist eine Gabe, die Du besitzt. Heute würde man Schlüsselqualifikation dazu sagen. Aber diese Fähigkeit hat es früher auch schon gegeben, ohne dass man sie so bezeichnet hat. Schlüsselqualifikationen kann man bei Dir zuhauf finden.

Die Aussage, die im Fränkischen Tag zu lesen war – du seiest "in der falschen Partei", kann ich nicht teilen und mit Sicherheit auch Du nicht. Du wärest ja dann, bis zum heutigen Zeitpunkten einem Irrtum erlegen und das schon 54,86 Jahre lang. Ich glaube nicht, dass Du 54,86 Jahre lang geirrt hast und Dich solange in der falschen Partei befunden hast.
Das hätte sich auch auf Deine politische Arbeit auswirken müssen, und davon habe ich nichts gehört und es konnte auch keiner Deiner Unterstützer derartige Feststellungen machen.

Die Stadt Bamberg hat Dir viel zu Verdanken und Dein Name, hat einen respektvollen Klang in Bamberg und in der Umgebung.

Derzeit gibt es einen Baron, der hier aus der Gegend kommt und der für seinen Adelstitel nichts kann und lediglich zufällig in die Familie Gutenberg hinein geboren wurde.

Mit Max Reichelt haben wir aber einen Adeligen unter uns, der sich seine Titel erarbeitet hat – nicht umsonst wird er auch der "Herzog von der Wunderburg" genannt. Da musste ich doch mal nachsehen, was ist eigentlich ein Herzog. Folgende historische Sichtweise habe ich gefunden:
Ursprünglich waren Herzöge germanische Heeresführer, die für die Dauer eines Krieges von den freien Männern eines Stammes durch Wahl bestimmt wurden. Üblicherweise wurden Krieger zum Herzog gewählt, die große Erfahrung und ein hohes Ansehen vorweisen konnten, meist spielte auch die Größe und die Kampfkraft der Gefolgschaft eine wichtige Rolle.

Ich denke – wenn ich diese Definition zugrunde lege - Du trägst diesen Titel zu Recht, und ohne die Zufälligkeit einer Geburt.

Da unsere gemeinsame sozialdemokratische Wegstrecke noch nicht solange Bestand hat, möchte ich gerne denjenigen das Wort überlassen, die ganz viel Zeit mit Dir zusammen verbracht haben und vielleicht noch mehr zu erzählen haben, als ich.

Vielleicht noch Eins, zum Abschluss: 80 Jahre ist ein stolzes Alter. Da gibt es Nachteile und auch Vorteile, wie in jedem Alter. Der Vorteil eines hohen Alters ist: Man kann zum Beispiel für die Kerzen auf der Geburtstagstorte Mengenrabatt verlangen. Der Nachteile ist, dass in der Regel die Kerzen auf der Geburtstagstorte nicht mehr so einfach mit einem Atemzug ausgeblasen werden können.
Ich glaube, diesen Nachteil kann man verkraften.

Vielen Dank!

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