Bamberger OB Starke übergibt Spendenscheck an das Frauenhaus

Veröffentlicht am 01.03.2019 in Familie

Scheckübergabe an das Frauenhaus Bamberg

Es ist eine wichtige Anlaufstelle für Frauen und Kinder, die vor Gewalt, Misshandlung und Diskriminierung fliehen: Das Frauenhaus Bamberg. Um die soziale Not von Frauen und Kindern zu lindern, ist die vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) betriebene Einrichtung jedoch auf Spenden angewiesen. Und so hat die Stadt Bamberg ihren diesjährigen Neujahrsempfang für einen Spendenaufruf zugunsten des Frauenhauses genutzt: Oberbürgermeister Andreas Starke hat heute einen Scheck in Höhe von rund 9350 Euro an die SkF Geschäftsführerin Brigitte Randow und die Leiterin des Frauenhauses Ursula Weidig übergeben. 

„Das Frauenhaus Bamberg ist ein wichtiger Rettungsanker für Frauen und Kinder in Notsituationen. Deswegen war es uns ein besonderes Anliegen, in diesem Jahr Spenden für das Frauenhaus zu sammeln“, erklärt Starke. Der Spendenaufruf für soziale oder kulturelle Projekte beim städtischen Neujahrsempfang ist inzwischen Tradition. „Anders als andere Städte verlangen wir keinen Eintritt bei unserem Neujahrsempfang, sondern bieten unseren Gästen die Möglichkeit, mit einer Spende wichtige Projekte in unserer Stadt zu unterstützen“, so Starke. Die nun zugunsten des Frauenhauses zusammengekommene Summe von knapp 10.000 Euro sei ein Spitzenwert und mit „der guten Arbeit, die das Frauenhaus leistet“, zu erklären. 

Das Frauenhaus Bamberg gibt es inzwischen seit 33 Jahren. Nach intensiver Nutzung werden derzeit die bisherigen Räumlichkeiten saniert. Geplant sind künftig drei Wohngruppen mit Platz für 10 Frauen und 14 Kinder. Sie sollen Schutzsuchenden ein neues Zuhause in schwierigen Zeiten bieten. „Die Spende können wir sehr gut für die Einrichtung eines Gemeinschafts- und eines Wohnraumes nutzen“, freut sich Ursula Weidig, Leiterin des Frauenhauses. 

Als das Frauenhaus erstmals seine Pforten öffnete, gab es zahlreiche Stimmen, die behauptet haben, dass es einen solchen Zufluchtsort doch eigentlich gar nicht brauche. Auch wenn sich die gesellschaftliche Einstellung gegenüber Frauenhäusern in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert hat und ihre Notwendigkeit von einer breiten Mehrheit in unserer Bevölkerung anerkannt wird, habe sich, so SkF Geschäftsführerin Brigitte Randow, an der alltäglichen Gewaltanwendung gegenüber Frauen immer noch nicht viel geändert. Häusliche Gewalt in Familie und Partnerschaft sei kein Einzelschicksal. Sie komme in allen gesellschaftlichen Schichten vor. „Deshalb“, betont Starke, „können wir uns glücklich schätzen, dass der SkF mit seinem Frauenhaus Frauen und Kindern einen Zufluchtsort zum Schutz vor häuslicher Gewalt gewährt.“

 

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